Der heisseste Sommer seit Messbeginn 1864 hat viele Schweizer Seen auf historische Tiefstände sinken lassen. Eine Eawag-Analyse zeigt: Bei 12 von 26 untersuchten Seen war der Pegel Ende September so tief wie nie seit 1970. Besonders betroffen waren Seen im Mittelland, während alpine Seen von der Gletscherschmelze profitierten.
Während der COVID-19-Pandemie stand die Welt still – und viele Seen wurden messbar klarer. Eine globale Studie zeigt: Die Lockdowns mit weniger Industrie, Verkehr und Freizeitaktivitäten liessen die Wassertrübung in Seen weltweit abrupt sinken, vor allem in Uferregionen und Flussmündungen.
Isotopenmarker zum Aufschlüsseln von Nahrungsnetzen und deren Veränderung nutzen sowie Wege und Anreicherung von Schadstoffen in Wasserorganismen verfolgen – gleich für zwei spannende und thematisch sehr aktuelle Doktorarbeiten wurde 2025 der Otto-Jaag-Gewässerschutzpreis verliehen.
James Runnalls, Softwareingenieur am Wasserforschungsinstitut Eawag, erhält Nationalen Preis für offene Forschungsdaten (Open Research Data ORD) für die Entwicklung der interaktiven Online-Plattform alplakes zur Beobachtung und Vorhersage alpiner Seen.
Über die Klimageschichte der Grossregion Tibet-Himalaya ist erstaunlich wenig bekannt. Für Prognosen, wie der dortige Wasserkreislauf vom Klimawandel verändert wird, wäre das aber dringend. Im Sediment des tibetischen Nam Co Sees gespeicherte Informationen sollen jetzt neue Rückschlüsse erlauben. Ein Video stellt das Projekt vor.
Der jüngste Häufung von Erkrankungen wegen Legionellen in Basel wird auf eine Kühlanlage mit Verdunstungskühlung zurückgeführt. Frederik Hammes, Umweltmikrobiologe am Wasserforschungsinstitut Eawag, ordnet den Fall ein und blickt nicht ohne Sorgen in die Zukunft.
Um die Ausbreitung der invasiven Quaggamuschel einzudämmen, empfehlen Forschende der Eawag rasch zu handeln und dabei auf flächendeckende Prävention, Früherkennung und Eindämmung zu setzen.